Instagram – Mobile Fotografie-Power für Marken

Instagram ist eine kostenlose mobile Foto-Sharing-Anwendung. Aktuell gibt es Instagram nur für iOS-Devices (iPhone, iPad, iPod Touch). Mit der App können Nutzer Fotos machen, diverse spannende Filter anwenden sowie die Fotos im Instagram-Netzwerk und via anderer sozialer Netzwerke (z.B. Twitter, Facebook, Foursquare, Tumblr, Posterous) teilen und damit interagieren. Instagram ist eine Homage an Kodak Instamic und Polaroidkameras und transportiert deren Charme in die digitale Welt.

 

 

 

 

 

 

 

Instagram wurde im Juni 2010 gelauncht und hat bereits mehr als 13 Millionen Nutzer weltweit. Die viralen und sozialen Möglichkeiten sind enorm. Für mich ist Instagram zum “Twitter für mobile Fotos” geworden. Gerade für das Teilen von Schnappschüssen von unterwegs eignet sich Instagram besonders. Analog zu Twitter kann anderen Nutzern gefolgt und deren Bilder “abonniert” werden. Diese tauchen dann im eigenen Feed auf. Bilder können mit Hashtags zu bestimmten Themen sowie via Geotagging bestimmten Locations zugeordnet werden. Dieser Mechanismus hilft interessante Fotos und Nutzer zu entdecken. Die Popular-Page zeigt die aktuell weltweit beliebtesten Bilder an. Unter News findet man eine Aktivitätenübersicht (z.B. Kommentare und Likes der eigenen Bildern, Kommentare und Likes von Nutzern, denen man folgt, neue, via anderer Netzwerke bekannte Nutzer auf Instagram).

Dabei steht Instagram erst am Anfang: Aktuell gibt es noch keine App für Googles mobiles Betriebssystem Android. Diese ist jedoch in Plannung und sollte die Verbreitung nochmals enorm beflügeln (Flickr ist hier übrigens schon einen Schritt weiter). Auch über die Erweiterung durch Videos denkt Instagram aktuell offen nach. Duch die explodierende Verbreitung und Nutzung von Smartphones wird außerdem die Nachfrage nach mobilen Fotodiensten wie Instagram weiter erheblich steigen.

Auch für Marken bietet Instagram als trendiger, innovativer und stark wachsender “Foto-Spielplatz” tolle Chancen. In den USA sind bereits einige Unternehmen auf den mobilen Foto-Community-Hype aufgesprungen und versuchen dort ihren “First Mover”-Vorteil zu nutzen. Doch auch europäische und deutsche Marken experimentieren zunehmend mit Instagram.

Im Folgenden stelle ich sechs interessante Cases vor, wie Marken Instagram bereits nutzen:

Red Bull
Der Energydrinkhersteller ist mit 338 Fotos und 76.043 Followern gut dabei auf Instagram. Red Bull schafft es regelmässig coole Bilder, z.B. via ihrer Sportsponsoring-Aktivitäten, zu posten, die eine sehr hohe Interaktionsrate aufweisen und es oftmals sogar auf die Popular-Page schaffen. Der Auftritt sowie die Aktivitäten sind sehr dialogorientiert und zeigen, wie eine Marke spielerisch und progressiv mit Instagram umgehen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

General Electric
Der Mischkonzern aus den USA visualisiert mit Hilfe von Instagram-Bildern auf einem Tumblr-Blog Innovationen aus den vergangenen 130 Jahren, verknüpft mit der Geschichte von General Electric. Die Instagram- und Tumblr-Auftritte werden von der Fotografin Noah Kalina befüllt und betreut.

Im November startete GE die Aktion “Be the next GE Instagrapher”. Gesucht wird ein weiterer Instagram-Fotograf für GE. Potenzielle Teilnehmer sind dazu aufgerufen, ihre Fotos mit dem Hashtag #GEInspiredMe zu teilen. Anhand von vier Kategorien (Moving, Curing, Powering, Building -> Geschäftsbereiche von GE) sollen Kandidaten sich zu tollen Bildern inspirieren lassen. Für die getaggten und damit eingereichten Fotos kann auf der GE Facebook Fanpage gevotet werden. Eine Jury wählt hieraus die Finalisten aus, die einen Trip nach Großbritannien gewinnen, wo sie in einer GE-Fabrik ihre Foto-Skills unter Beweis stellen dürfen.

 

adidas
Auch in Herzogenaurach stößt die coole Foto-Sharing-App Instagram auf sehr viel Liebe. Adidas originals hat als eine von vielen Fashion-Brands (z.B. Gucci, Burberry, Levi’s, ASOS) dort einen eigenen Account. Via der Präsenz spielt adidas coole “Fashionshots” aus der ganzen Welt im Rahmen des Women’s Lookbook.

Zudem veranstaltet adidas originals die City vs. City Challenge, einem weltweiten adidas Fashionwettbewerb, bei dem die modischsten adidas Originals-Städte ermittelt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Aktuell führt hier übrigens Mexico City das Voting-Ranking vor Berlin und Istanbul an.

 

Boston Celtics
Der 17-fache NBA Champion nutzt Instagram als mobilen Foto-Service neben Facebook, Twitter und YouTube im Rahmen der Social Media-Aktivitäten. Die Updates hielten sich aufgrund des NBA Lockouts allerdings während der letzten Zeit stark in Grenzen.

 

 

 

 

 

 

 

Die amerikanischen Profivereine Los Angeles Lakers und San Diego Chargers bevorzugen übrigens den Wettbewerber picplz.

 

NH Hoteles
Der Business Hotel-Betreiber aus Spanien sucht und aggregiert via der Microsite wakeuppics.com  ”Aufwachmomente” und bittet Nutzer, ihre entsprechenden Fotos mit dem Hashtag #WAKEUPPICS zu kennzeichnen.

 

Ford
Der amerikanische Autohersteller ist bereits seit längerem im Social Web sehr aktiv und hat mit Hilfe von Scott Monty (Head of Social Media bei Ford) einige interessante und erfolgreiche Cases geschaffen. In diesem Zuge veranstaltet Ford vom 10. Oktober bis 30. November den Fotowettbewerb #Fiestagram, der auch auf der deutschen Facebook Fanpage von Ford promotet wird. Im Rahmen der sechswöchigen Kampagnenlaufzeit sind Nutzer dazu aufgerufen zu einem wöchentlichen Motto Fotos zu machen und diese mit dem Hashtag #Fiestagram sowie dem Titel der jeweilige Aufgabe zu taggen. Neben Wochenpreisen lockt als Hauptgewinn ein Ford Fiesta.

 

Übrigens, kreativ geht auch die Musikindustrie mit Instagram um: Die Band The Vaccines kreierten ihr Musikvideo zum Song “Wetsuit” fast ausschließlich via Instagram-Fotos von Fans. Der New Yorker Musiker Moby ruft seine Fans dazu auf, Fotos von der eigenen Stadt um 2 Uhr in der Nacht zu machen und diese mit dem Hashtag #destroyed sowie dem jeweiligen Stadtnamen zu taggen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Instagram enorme kreative Möglichkeiten für Marken bietet. Kritisch wird oftmals der aktuell technische Ausschluß von Android-Nutzern gesehen, dies sollte sich jedoch auch bald ändern. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir noch einige spannende mobile Fotosharing-Aktivitäten via Instagram in der Zukuft sehen werden. Der Startschuss ist hier gerade erst erfolgt…

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